Was kostet eine Website für einen Handwerksbetrieb? Ehrliche Antworten!

Was kostet eine Website für einen Handwerksbetrieb? Ehrliche Antworten!

Von der günstigen Baukasten-Lösung bis zur maßgeschneiderten Agentur-Website klaffen die Preise für Handwerker-Websites oft meilenweit auseinander. Erfahre, was den Unterschied zwischen 500 und 5.000 Euro wirklich ausmacht und wie du das passende Segment für die Anforderungen deines Betriebs identifizierst. Dieser Leitfaden hilft dir dabei, Angebote objektiv zu vergleichen und eine fundierte Entscheidung für deine digitale Sichtbarkeit zu treffen.

Dennis Schwenker-Sanders 6 Min. Lesezeit

Die ehrliche Antwort: Es kommt darauf an. Aber ich erkläre dir, worauf.

Wer nach "Website Handwerker Kosten" sucht, bekommt meistens entweder vage Aussagen oder Pauschalangebote, die den eigenen Bedarf gar nicht treffen. Das ist unbefriedigend, wenn du nur verstehen willst, womit du rechnen musst, bevor du überhaupt jemanden anfragst.

Dieser Artikel erklärt dir, wie Preise am Markt entstehen, was den Unterschied zwischen 500 und 5.000 Euro ausmacht und woran du erkennst, ob ein Angebot fair ist. Meine eigenen Preise findest du hier nicht. Das ist Absicht: Es geht darum, dass du die richtige Entscheidung für deinen Betrieb triffst, nicht darum, dich zu einem bestimmten Angebot zu drängen.

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Die Preisspanne am Markt: Was bekommt man wofür?

Der Website-Markt ist breit. Von kostenlos bis sechsstellig ist alles möglich. Für einen Handwerksbetrieb, der eine solide, professionelle Online-Präsenz braucht, sind vier Preissegmente relevant.

Baukasten-Systeme: 0 bis 30 Euro pro Monat. Anbieter wie Jimdo, Wix oder Squarespace lassen dich eine Website per Drag-and-Drop zusammenstellen. Der Einstieg ist kostenlos oder günstig. Was das bedeutet und wann das ausreicht, dazu komme ich noch.

Template-basierte Website: 500 bis 1.500 Euro einmalig. Hier beauftragt man einen Freelancer oder eine kleinere Agentur, die ein fertiges Design-Template an den eigenen Betrieb anpasst. Logo, Farben, Texte, Fotos werden eingepflegt. Das Ergebnis sieht professionell aus, ist aber nicht einzigartig. Viele andere Websites sehen ähnlich aus, weil das Grundgerüst dasselbe ist.

Individuelles Design: 1.500 bis 5.000 Euro. Die Website wird von Grund auf für deinen Betrieb konzipiert. Eigene Struktur, eigenes Design, eigene Texte, abgestimmt auf deine Zielgruppe und dein Einsatzgebiet. Das ist der Bereich, in dem die meisten professionellen Handwerksbetriebe investieren, die ihre Website als echtes Arbeitsmittel verstehen.

Agentur-Lösungen: 5.000 bis 15.000 Euro und mehr. Größere Agenturen mit Strategie-Teams, Projektmanagern und spezialisierten Designern arbeiten in diesem Preissegment. Für einen Handwerksbetrieb mit zehn Mitarbeitern ist das in den meisten Fällen überdimensioniert. Sinnvoll wird dieser Bereich, wenn umfangreiche Funktionen wie Online-Terminbuchung, Mitgliederbereich oder Integration in Warenwirtschaftssysteme gefragt sind.

Diese Spannen sind allgemeine Marktdaten, keine verbindlichen Preise. Je nach Region, Anbieter und Leistungsumfang weichen konkrete Angebote ab.

Was den Preis wirklich beeinflusst

Zwei Websites können auf dem Papier ähnlich klingen und sich im Preis um das Dreifache unterscheiden. Das hat meistens konkrete Gründe.

Seitenanzahl. Eine einfache Website mit Startseite, Leistungen, Über-uns und Kontakt ist schnell umgesetzt. Wer zehn Leistungsseiten, eine Bildergalerie, eine Karriereseite und einen Blog möchte, zahlt entsprechend mehr. Jede zusätzliche Seite kostet Konzeptionszeit und Umsetzungsaufwand.

Individuelle Funktionen. Ein Kontaktformular ist Standard. Eine Online-Terminbuchung, ein Konfigurationsassistent für Angebote oder eine Kundendatenbank sind individuelle Funktionen, die eigens programmiert werden müssen. Das schlägt sich im Preis nieder.

Texterstellung. Wer seine Leistungen selbst beschreibt, spart. Wer möchte, dass Texte professionell geschrieben werden, die bei Google gefunden werden und Vertrauen aufbauen, zahlt für Texterstellung extra. Das ist keine Kleinigkeit: Gute Texte sind oft der Unterschied zwischen einer Website, die Anfragen generiert, und einer, die niemand liest.

Bildmaterial. Stockfotos kosten wenig, wirken aber generisch. Eigene Fotos von deinen Projekten, deinem Team und deinen Räumlichkeiten kosten mehr, wirken aber deutlich überzeugender. Wenn ein Fotograf beauftragt wird, kommen Kosten dazu, die manche vergessen einzuplanen.

SEO-Grundoptimierung. Seitentitel, Meta-Beschreibungen, Überschriftenstruktur, lokale Keywords: All das sollte bei einer professionellen Website von Anfang an mitgedacht werden. Wer das als Extra bucht, zahlt mehr. Wer eine billige Website baut und SEO nachträglich draufsetzt, zahlt meistens doppelt.

Laufende Kosten nicht vergessen

Der einmalige Preis für die Website ist nur ein Teil der Rechnung. Was danach kommt, wird oft unterschätzt.

Hosting und Domain. Eine Domain kostet zwischen zehn und zwanzig Euro pro Jahr. Gutes Hosting liegt je nach Anbieter und Paket zwischen fünf und dreißig Euro pro Monat. Billiges Hosting bedeutet oft langsame Ladezeiten, die Google und deine Besucher bestrafen.

SSL-Zertifikat. Heute bei den meisten Hosting-Paketen inklusive. Falls nicht, kommen geringe Zusatzkosten dazu. Ohne SSL-Zertifikat zeigt der Browser deinen Besuchern eine Sicherheitswarnung. Das ist keine Option mehr.

Wartung und Updates. Wer WordPress oder ein anderes CMS nutzt, muss regelmäßig Updates einspielen. Wer das nicht selbst macht oder machen kann, braucht jemanden, der das übernimmt. Das kostet im Jahresschnitt zwischen 200 und 600 Euro, je nach Aufwand und Anbieter. Wer das ignoriert, riskiert Sicherheitslücken.

Inhaltspflege. Neue Referenzfotos, aktuelle Öffnungszeiten, eine neue Leistung: Wer das selbst pflegen kann, ist unabhängig. Wer dafür jedes Mal den Anbieter anrufen muss, zahlt pro Änderung. Das summiert sich.

Wenn du alle laufenden Kosten zusammenrechnest, ergibt sich über drei Jahre oft ein anderes Bild als beim einmaligen Blick auf den Angebotspreis. Eine günstigere Website mit teurem Hosting, manuellem Update-Service und kostenpflichtiger Inhaltspflege kann teurer sein als eine höherpreisige Lösung mit All-inclusive-Betreuung. Lass dir beim Angebot immer auch die Gesamtkosten über zwei bis drei Jahre aufzeigen.

Die Baukasten-Falle: Wann Jimdo oder Wix reicht und wann nicht

Baukasten-Systeme haben einen schlechten Ruf in Fachkreisen. Der ist nicht immer gerechtfertigt. Für manche Betriebe ist ein Baukasten tatsächlich ausreichend.

Wann ein Baukasten funktioniert: Du bist hauptsächlich B2B tätig und bekommst deine Aufträge über persönliche Kontakte. Die Website ist nur eine digitale Visitenkarte. Du hast kein Budget für mehr und brauchst schnell eine Grundpräsenz.

Wann ein Baukasten nicht reicht: Du willst bei Google für lokale Suchanfragen gefunden werden. Du möchtest Endkunden über die Website gewinnen. Du brauchst eine Seite, die auf dem Handy einwandfrei funktioniert und professionell wirkt. Oder du willst in einigen Jahren nicht von vorne anfangen, weil der Anbieter seine Konditionen geändert hat.

Das strukturelle Problem: Bei Baukasten-Systemen gehören deine Daten dem Anbieter. Ein Wechsel ist aufwendig. SEO-Möglichkeiten sind oft eingeschränkt. Wer wächst, stößt irgendwann an Grenzen und fängt dann doch neu an.

Woran du erkennst, ob ein Angebot fair ist

Du hast Angebote eingeholt. Jetzt fragst du dich, wie du sie beurteilen sollst. Ein paar Punkte helfen dabei.

Transparente Leistungsbeschreibung. Ein faires Angebot listet auf, was genau enthalten ist. Wie viele Seiten? Welche Funktionen? Inklusive Texterstellung oder nicht? Inklusive Bildmaterial oder nicht? Was passiert danach, wenn du etwas ändern möchtest? Wer das nicht klar benennt, macht es schwer zu vergleichen.

Keine versteckten Kosten. Achte auf Formulierungen wie "zzgl. Hosting", "zzgl. Domain", "zzgl. Wartungsvertrag". Das sind legitime Zusatzleistungen, aber sie müssen transparent benannt werden. Ein Angebot, das auf den ersten Blick günstig wirkt, kann teurer werden als gedacht.

Klare Abgrenzung: Was macht der Anbieter, was machst du? Wer liefert die Texte? Wer liefert die Fotos? Wer ist nach dem Launch für Updates zuständig? Diese Fragen sollten vor dem Auftrag geklärt sein.

Referenzen und Beispiele. Wer keine bisherigen Arbeiten zeigen kann oder möchte, ist schwer einzuschätzen. Echte Referenzen von echten Kunden geben dir einen Eindruck, was du erwarten kannst.

Erreichbarkeit nach dem Projekt. Die Website ist fertig. Und dann? Wer beantwortet deine Fragen? Wer hilft, wenn etwas nicht funktioniert? Ein Anbieter, der nach dem Launch nicht mehr antwortet, ist kein verlässlicher Partner.

Ich schaue mir gerne an, was du brauchst

Du weißt jetzt, womit du am Markt rechnen kannst und worauf es bei einem Angebot ankommt. Der nächste Schritt ist eine ehrliche Einschätzung für deinen konkreten Betrieb.

In einem 20-Minuten-Gespräch kläre ich mit dir, was du wirklich brauchst, was sinnvoll ist und was nicht. Kein Verkaufsgespräch, sondern eine strukturierte Einschätzung. Mehr dazu findest du auf der Webdesign-Seite oder direkt beim kostenlosen Beratungsgespräch.

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Häufige Fragen

Wie lange dauert es, bis eine Website fertig ist?

Eine einfache Website mit vier bis sechs Unterseiten ist in zwei bis vier Wochen umsetzbar, wenn alle Inhalte rechtzeitig vorliegen. Wer Texte und Fotos spät liefert, verlängert den Prozess. Individuelle Lösungen mit mehr Umfang brauchen vier bis acht Wochen.

Kann ich die Website später selbst pflegen?

Das hängt vom gewählten System ab. Gute CMS-Lösungen sind so gebaut, dass du Texte, Bilder und Öffnungszeiten selbst anpassen kannst, ohne Programmierkenntnisse. Frag beim Angebot gezielt danach, ob und wie du Inhalte eigenständig ändern kannst.

Brauche ich wirklich eine eigene Domain?

Ja. Eine eigene Domain wie "dachdeckerei-mustermann.de" wirkt professioneller als eine Unteradresse eines Baukasten-Anbieters. Außerdem gehört dir die Domain, unabhängig vom Anbieter. Der Jahrespreis liegt meist unter zwanzig Euro.

Was ist der Unterschied zwischen einer Website und einem Google-Unternehmensprofil?

Das Google-Unternehmensprofil (früher Google My Business) ist dein Eintrag in Google Maps und der lokalen Suche. Es ersetzt keine eigene Website, ergänzt sie aber. Wer beides hat und beide Präsenzen pflegt, ist lokal deutlich besser sichtbar.

Muss meine Website DSGVO-konform sein?

Ja. Als Gewerbetreibender bist du verpflichtet, eine aktuelle Datenschutzerklärung, ein vollständiges Impressum und ein rechtssicheres Cookie-Management zu haben. Das ist kein optionales Extra, sondern Pflicht. Ein seriöser Anbieter setzt das standardmäßig um.

Was passiert, wenn mein bisheriger Website-Anbieter aufhört?

Das kommt vor. Wer eine Website bei einem Freelancer oder einer kleinen Agentur hat, sollte von Anfang an auf Folgendes bestehen: Zugangsdaten für Hosting und Domain in eigener Hand, keine Abhängigkeit von proprietären Systemen des Anbieters, vollständige Übergabe aller Daten bei Projektabschluss.

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