Website-News Ende April 2026

Website-News Ende April 2026

Verschobene WordPress-Updates, fehlerhafte Google-Berichte und drastische DSGVO-Bußgelder fordern Website-Betreiber aktuell an mehreren Fronten gleichzeitig heraus. Erfahren Sie, warum die neue PHP-Mindestversion für WordPress 7.0 zum kritischen Faktor wird und wie Sie scheinbare Traffic-Einbrüche in der Search Console richtig einordnen. Diese Entwicklungen betreffen jeden lokalen Betrieb und erfordern jetzt eine klare Priorisierung bei der Wartung.

Dennis Schwenker-Sanders 14 Min. Lesezeit

WordPress 7.0 verschoben, Google-Reporting-Bugs und DSGVO-Kontrollen

Diese Woche bringen gleich vier Entwicklungen Bewegung in die Website-Verwaltung. WordPress verschiebt Version 7.0 erneut auf den 20. Mai – und wer noch auf PHP 7.2 oder 7.3 läuft, wird auf dem alten Branch hängenbleiben. Google bestätigt offiziell einen Impressions-Bug, der seit Mai 2025 läuft und in den nächsten Wochen zu scheinbaren Traffic-Einbrüchen führt. Parallel dazu zeigt ein zweiter Bug keine Klicks mehr für Google-for-Jobs-Einträge an. Und die DSGVO-Aufsichtsbehörden haben im März 2026 mehrere Hunderttausend-Euro-Bußgelder verhängt – mit einer klaren Botschaft: Transparenzpflichten auf Websites werden jetzt systematisch geprüft. Auch für Betriebe in Oldenburg und Umgebung bedeutet das konkrete Handlungsschritte.

Die Gemeinsamkeit dieser vier Themen: Sie betreffen nicht nur große Unternehmen oder spezialisierte E-Commerce-Shops, sondern ganz normale lokale Websites. Ein Handwerksbetrieb, der WordPress nutzt und in der Google Search Console seine Rankings beobachtet, muss alle vier Entwicklungen auf dem Schirm haben. Das klingt nach viel Aufwand – ist aber letztlich eine Frage der richtigen Priorisierung. Nicht alles muss sofort erledigt werden, aber alles muss verstanden werden.

WordPress 7.0 – Neuer Termin steht, PHP-Mindestversion steigt

Am 22. April 2026 veröffentlichte WordPress-Release-Koordinatorin Amy Kamala den aktualisierten Zeitplan für Version 7.0. Der neue Final-Release-Termin: 20. Mai 2026. Das ist bereits die dritte Verschiebung seit dem ursprünglich geplanten Release Anfang April. Der Grund liegt diesmal nicht in fehlenden Features, sondern in einem technischen Detail der PHP-Versionierungsprüfung.

Was ist konkret passiert? WordPress nutzt intern die PHP-Funktion version_compare(), um zu prüfen, ob eine neue Version neuer ist als eine alte. Das Problem: version_compare() würde „7.0-beta7" nicht als neuer erkennen als „7.0-RC2" – weil „beta" alphabetisch vor „rc" steht. Um dieses Problem zu umgehen, wird am 8. Mai ein neuer Beta-Release erscheinen, der aus Versionierungsgründen „RC3" genannt wird – technisch aber eine Beta ist. Am 14. Mai folgt dann der echte Release Candidate 4, und am 20. Mai der finale Release.

Das klingt nach Entwickler-Interna, hat aber praktische Auswirkungen für jeden WordPress-Betreiber. Die wichtigste: WordPress 7.0 hebt die PHP-Mindestversion auf 7.4 an. Websites, die aktuell noch auf PHP 7.2 oder 7.3 laufen, werden NICHT auf WordPress 7.0 upgraden können. Sie bleiben auf dem WordPress 6.9er Branch – und dieser Branch erhält nur noch Sicherheitsupdates, keine neuen Features mehr.

Was ich als Webentwickler aus der Region Oldenburg bei Website-Checks regelmäßig sehe: Viele lokale Websites laufen auf Shared-Hosting-Paketen, bei denen die PHP-Version seit Jahren nicht angefasst wurde. PHP 7.2 ist seit Dezember 2020 End-of-Life, PHP 7.3 seit Dezember 2021. Trotzdem gibt es 2026 noch Websites, die darauf laufen – nicht aus bewusster Entscheidung, sondern weil niemand das Thema auf dem Schirm hat. Diese Websites werden ab 20. Mai auf einem veralteten WordPress-Branch hängenbleiben, ohne dass der Betreiber es aktiv mitbekommt.

Was passiert, wenn ich nichts tue?

Wenn deine Website auf PHP 7.2 oder 7.3 läuft und du nichts tust, passiert Folgendes: WordPress zeigt dir im Dashboard an, dass ein Update auf 7.0 verfügbar ist. Du klickst auf „Jetzt aktualisieren" – und WordPress bricht das Update ab mit der Meldung „Diese WordPress-Version erfordert PHP 7.4 oder höher". Deine Website bleibt auf WordPress 6.9.x stehen. Das ist nicht sofort ein Problem, aber mittelfristig bedeutet es: keine neuen Features, keine Performance-Verbesserungen, nur noch Sicherheits-Patches. Und selbst diese Patches werden irgendwann eingestellt, wenn WordPress den 6.9er Branch in den Extended-Support-Modus verschiebt.

Die Lösung klingt einfach: PHP-Version upgraden. Die Praxis ist komplexer. Ein PHP-Upgrade kann Plugins und Themes brechen, die nicht kompatibel sind. Was bei PHP 7.2 funktioniert hat, läuft nicht zwingend auch bei PHP 8.1 oder 8.2. Die beste Vorgehensweise: PHP-Version in einer Staging-Umgebung testen, Plugin-Kompatibilität prüfen, dann erst auf dem Live-Server upgraden. Das ist kein „schnell mal selbst machen"-Projekt, sondern erfordert Vorbereitung.

Ein häufiger Fehler, den lokale Betriebe machen: Sie upgraden PHP blind, ohne zu testen. Die Website lädt danach einen weißen Bildschirm, weil ein Plugin deprecated PHP-Funktionen nutzt. Die Website ist offline, der Betrieb hat keine Backup-Strategie, und die Panik ist groß. Ein professionelles PHP-Upgrade bedeutet: Backup erstellen, Staging-Umgebung aufsetzen, testen, Plugin-Updates prüfen, dann erst live schalten. Der Zeitaufwand liegt bei 1-3 Stunden, je nach Komplexität der Website – aber diese Stunden verhindern Ausfallzeiten.

Google Search Console – Impressions-Bug bestätigt, Traffic-Einbrüche kommen

Am 3. April 2026 bestätigte Google offiziell auf der Data-Anomalies-Seite der Search Console: Seit 13. Mai 2025 wurden Impressions in Performance-Reports systematisch zu hoch ausgewiesen. Ein Logging-Fehler führte dazu, dass Google mehr Impressionen protokollierte, als tatsächlich stattfanden. Klicks sind von diesem Bug NICHT betroffen – nur Impressions.

Was das konkret bedeutet: Wenn du zwischen Mai 2025 und April 2026 in der Google Search Console deine Impressions-Zahlen gecheckt hast, waren diese zu hoch. Die tatsächliche Sichtbarkeit deiner Website war niedriger als die Zahlen suggerierten. Und weil Impressions zu hoch waren, während Klicks korrekt waren, war deine berechnete Click-Through-Rate (CTR) systematisch zu niedrig. Eine Website mit tatsächlich 5 Prozent CTR wurde in der Search Console mit 3 Prozent angezeigt – weil die Impressions um etwa 40 Prozent überhöht waren.

Der Fix wird über mehrere Wochen ausgerollt. Das bedeutet: In den kommenden Wochen werden die Impressions-Werte in deinen Search-Console-Reports fallen. Für viele Website-Betreiber wird das aussehen wie ein Traffic-Einbruch. Plötzlich zeigt die Search Console 30-40 Prozent weniger Impressions als im Vormonat. Die natürliche Reaktion: Panik. „Google hat meine Website abgestraft", „Mein Ranking ist eingebrochen", „Die Sichtbarkeit sinkt". Die Realität: Es ist nur die Korrektur eines Bugs. Die tatsächliche Sichtbarkeit hat sich nicht verändert.

Was ich bei Website-Checks in der Region häufig sehe: Website-Betreiber schauen auf Impressions-Zahlen, ohne zu verstehen, was diese Zahlen bedeuten. Impressions sind die Anzahl, wie oft deine Website in den Google-Suchergebnissen angezeigt wurde – unabhängig davon, ob jemand geklickt hat. Ein Impressions-Rückgang ist nicht automatisch schlecht. Wenn deine Klicks stabil bleiben, aber Impressions fallen, bedeutet das oft: Google zeigt deine Website den richtigen Nutzern, statt sie breit zu streuen.

Was du jetzt tun solltest – und was nicht

Wenn du in den nächsten Wochen einen Impressions-Rückgang in der Google Search Console siehst: Nicht sofort reagieren. Prüfe zuerst, ob deine Klicks ebenfalls gefallen sind. Falls Klicks stabil bleiben oder sogar steigen, während Impressions fallen, ist das ein Zeichen, dass der Bug korrigiert wird. Deine tatsächliche Sichtbarkeit hat sich nicht verschlechtert – nur die fehlerhafte Messung wurde behoben.

Falls sowohl Impressions ALS AUCH Klicks fallen: Dann könnte ein echtes Ranking-Problem vorliegen. Aber auch hier gilt: Nicht überstürzt handeln. Google-Rankings schwanken natürlicherweise. Ein einwöchiger Rückgang ist kein Grund zur Panik. Erst wenn der Rückgang über 2-3 Wochen anhält UND sich nicht durch saisonale Effekte erklären lässt, solltest du tiefer analysieren.

Was viele nicht wissen: Google-Bugs in der Search Console sind häufiger als gedacht. Im Durchschnitt gibt es 2-3 bekannte Reporting-Bugs pro Jahr. Die meisten werden innerhalb von Wochen behoben, aber sie erzeugen bei unerfahrenen Website-Betreibern unnötige Sorgen. Die beste Strategie: Auf mehrere Datenquellen verlassen, nicht nur auf die Search Console. Google Analytics (falls du es nutzt), Server-Logs, direkte Conversion-Zahlen – all diese Quellen geben ein vollständigeres Bild als die Search Console allein.

Google for Jobs Bug – Keine Klicks und Impressions seit 16. April

Parallel zum Impressions-Bug läuft seit 16. April 2026 ein zweiter Bug in der Google Search Console: Google-for-Jobs-Einträge zeigen weder Klicks noch Impressionen an. Auch Image-Search-Impressionen stürzen bei einigen Websites ab. Google hat diesen Bug noch nicht offiziell bestätigt, aber die Berichte häufen sich seit Mitte April.

Dieser Bug betrifft primär Websites, die Stellenanzeigen mit strukturierten Daten (Job Posting Schema) auszeichnen. Falls du auf deiner Website Stellenanzeigen hast und diese über Google for Jobs sichtbar machst, siehst du seit 16. April keine Daten mehr in der Search Console. Das bedeutet NICHT, dass deine Stellenanzeigen nicht mehr sichtbar sind – Google zeigt sie weiterhin an. Nur das Reporting ist betroffen.

Für die meisten lokalen Betriebe ist dieser Bug weniger kritisch als der Impressions-Bug. Die Schnittmenge „Website mit Google-for-Jobs-Integration" ist klein. Trotzdem ist es wichtig zu wissen: Falls du Stellenanzeigen auf deiner Website hast und plötzlich keine Search-Console-Daten mehr dafür siehst, liegt das am Bug, nicht an deiner Website. Warte ab, bis Google den Fix ausrollt.

Ein Punkt, den die meisten Anleitungen im Netz übersehen: Google-for-Jobs-Integration ist technisch anspruchsvoller, als viele denken. Es reicht nicht, einfach ein Schema-Markup einzufügen. Die Stellenanzeige muss bestimmte Pflichtfelder erfüllen, das Markup muss validiert sein, und die Seite muss indexierbar sein. Viele Websites haben Job-Schema-Markup, das fehlerhaft ist – aber sie merken es nicht, weil Google trotzdem irgendwas anzeigt. Ein professioneller Check prüft nicht nur, ob das Markup vorhanden ist, sondern ob es korrekt validiert und von Google verarbeitet wird.

Kostenloser Website-Check

Du willst wissen, ob deine Website von den aktuellen Bugs und Updates betroffen ist? Ich prüfe bei einem kostenlosen 20-Minuten Check:

  1. Auf welcher PHP-Version läuft deine WordPress-Website? Ist sie bereit für WordPress 7.0?
  2. Sind deine Search-Console-Daten vom Impressions-Bug betroffen oder gibt es echte Ranking-Probleme?
  3. Falls du Stellenanzeigen hast: Ist dein Job-Schema korrekt validiert?
  4. Ist deine Datenschutzerklärung auf dem Stand der EDPB-Anforderungen 2026?

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DSGVO-Welle April 2026 – Behörden prüfen jetzt Transparenz auf Websites

Die dritte Entwicklung dieser Woche betrifft Datenschutz. Im März 2026 verhängten deutsche und europäische Datenschutzbehörden mehrere Hunderttausend-Euro-Bußgelder – und die Begründungen zeigen ein klares Muster: Transparenzpflichten werden jetzt systematisch geprüft. Es reicht nicht mehr, irgendeine Datenschutzerklärung auf die Website zu stellen. Die Behörden prüfen, ob diese Datenschutzerklärung vollständig ist, ob sie verständlich ist, und ob sie die tatsächlichen Datenverarbeitungen abdeckt.

Drei konkrete Entwicklungen sind besonders relevant. Erstens: Das Verwaltungsgericht Düsseldorf entschied am 21. Januar 2026 (Az. 29 K 7470/24), dass Daten nach einem Auskunftsantrag gemäß Artikel 15 DSGVO nicht vorschnell gelöscht werden dürfen. Der Fall: Ein Unternehmen erhielt einen Auskunftsantrag, stellte die angeforderten Daten zusammen – und löschte sie dann sofort nach Übermittlung. Das Gericht sah darin einen Verstoß: Die Daten hätten erst gelöscht werden dürfen, wenn die betroffene Person die Auskunft erhalten und geprüft hat. Die Frist beträgt mindestens einen Monat nach Auskunftserteilung.

Was das konkret bedeutet: Wenn du einen DSGVO-Auskunftsantrag erhältst, reicht es nicht, die Daten zu exportieren und zu versenden. Du musst diese Daten auch noch mindestens einen Monat aufbewahren, falls die Person Rückfragen hat oder die Auskunft unvollständig war. Ein vorschnelles Löschen kann als Behinderung des Auskunftsrechts gewertet werden. Technisch bedeutet das: Du brauchst einen strukturierten Prozess für Auskunftsanträge – nicht nur eine Excel-Liste, sondern ein dokumentiertes Verfahren mit Fristen und Zuständigkeiten.

Zweitens: Der European Data Protection Board (EDPB) hat für 2026 eine Coordinated Enforcement Action angekündigt. 25 EU-Aufsichtsbehörden – darunter alle deutschen Landesdatenschutzbehörden – prüfen systematisch Transparenzpflichten auf Websites. Das bedeutet konkret: Datenschutzerklärungen werden gelesen und auf Vollständigkeit geprüft. Cookie-Banner werden getestet, ob sie tatsächlich einen gleichwertigen „Ablehnen"-Button haben. Drittland-Übermittlungen (z. B. zu Google Analytics, Facebook Pixel) werden geprüft, ob sie transparent kommuniziert sind.

Die dritte Entwicklung ist das bisher höchste Cookie-Bußgeld weltweit: Die französische Datenschutzbehörde CNIL verhängte gegen den Online-Modehändler SHEIN ein Bußgeld von 150 Millionen Euro – primär wegen fehlerhafter Cookie-Einwilligungen. SHEIN hatte Cookie-Banner genutzt, die keinen gleichwertigen „Ablehnen"-Button zeigten. Der „Akzeptieren"-Button war groß und prominent, der „Ablehnen"-Button versteckt oder nur über mehrere Klicks erreichbar. Das ist nach DSGVO verboten – und SHEIN zahlt jetzt 150 Millionen Euro dafür.

Was das für lokale Betriebe bedeutet

Die Reaktion vieler lokaler Betriebe auf solche Meldungen: „Das betrifft doch nur große Unternehmen wie SHEIN. Meine Website mit 500 Besuchern im Monat interessiert keine Datenschutzbehörde." Das ist ein Irrtum. Die EDPB Coordinated Enforcement Action prüft systematisch – nicht nach Unternehmensgröße, sondern nach Stichproben. Eine Website kann auch dann geprüft werden, wenn sie klein ist. Und falls Verstöße gefunden werden, werden Bußgelder verhängt – gestaffelt nach Schwere des Verstoßes, nicht nach Größe des Unternehmens.

Was ich bei Website-Checks in der Region regelmäßig sehe: Cookie-Banner, die vor drei Jahren eingerichtet wurden und seitdem nicht mehr angefasst wurden. Der „Ablehnen"-Button ist vorhanden, aber er ist grau und klein, während der „Akzeptieren"-Button grün und groß ist. Das ist nach aktueller Rechtsprechung nicht mehr zulässig. Beide Buttons müssen gleichwertig gestaltet sein – gleiche Größe, gleiche Farbe, gleiche Sichtbarkeit.

Der zweite häufige Fehler: Datenschutzerklärungen, die Google Analytics erwähnen, obwohl Google Analytics gar nicht mehr im Einsatz ist. Oder umgekehrt: Google Analytics läuft, aber die Datenschutzerklärung erwähnt es nicht. Beides ist problematisch. Die Datenschutzerklärung muss den tatsächlichen Stand der Datenverarbeitung abbilden – nicht den Stand von vor zwei Jahren.

Der dritte Fehler: Kein dokumentierter Prozess für Auskunftsanträge. Viele Betriebe haben in den letzten Jahren noch nie einen DSGVO-Auskunftsantrag erhalten. Aber das bedeutet nicht, dass es nie passieren wird. Wenn der erste Antrag kommt und du keinen Prozess hast, entsteht Hektik. Wer hat Zugriff auf die Daten? Welche Systeme müssen geprüft werden? Wie lange darf die Antwort dauern? (Antwort: maximal einen Monat.) All diese Fragen sollten vor dem ersten Antrag geklärt sein, nicht währenddessen.

Warum "schnell mal selbst machen" oft nach hinten losgeht

Die vier Themen dieser Woche klingen auf den ersten Blick nach simplen To-Do-Listen. „PHP upgraden", „Search-Console-Daten checken", „Datenschutzerklärung updaten" – das klingt machbar. Die Praxis zeigt ein anderes Bild. Ein PHP-Upgrade ohne Test-Umgebung kann die Website crashen. Eine falsche Interpretation der Search-Console-Daten führt zu unnötigen SEO-Maßnahmen. Eine selbst gebastelte Datenschutzerklärung aus einem Online-Generator deckt oft nur 60 Prozent der tatsächlichen Datenverarbeitung ab.

Das ist kein Plädoyer gegen Eigeninitiative. Wer technisch versiert ist, kann vieles selbst lösen. Aber die Fehlerquote bei halbherzigen Lösungen ist hoch. Ein blindes PHP-Upgrade ohne Staging-Umgebung führt bei 30 Prozent aller WordPress-Websites zu Problemen. Eine Datenschutzerklärung aus einem Generator ohne Anpassung an die tatsächliche Website erfüllt in 50 Prozent der Fälle nicht die DSGVO-Anforderungen. Diese Zahlen stammen aus meiner eigenen Erfahrung mit Website-Checks in der Region – sie sind nicht wissenschaftlich erhoben, aber sie zeigen ein Muster.

Die gute Nachricht: Die meisten Konkurrenten in der Region tun noch nichts. Websites laufen auf PHP 7.2, Cookie-Banner haben ungleiche Buttons, Datenschutzerklärungen sind drei Jahre alt. Wer JETZT handelt, hat einen echten Vorsprung – nicht weil die Konkurrenz schlecht ist, sondern weil sie die Entwicklungen noch nicht mitbekommen hat. In sechs Monaten werden die meisten dieser Themen Standard sein. Wer dann erst anfängt, hat den Zug verpasst.

Was du jetzt konkret tun solltest

Du hast jetzt einen guten Überblick über die vier Entwicklungen dieser Woche: WordPress 7.0 Verschiebung und PHP-Mindestversion, Google Search Console Impressions-Bug, Google-for-Jobs-Reporting-Bug und DSGVO-Enforcement-Welle. Die entscheidende Frage ist: Wo steht DEINE Website? Welche dieser vier Themen betreffen dich?

Ein kostenloser Website-Check gibt dir Klarheit. Ich prüfe in 20 Minuten: Auf welcher PHP-Version läuft deine WordPress-Website? Ist sie bereit für WordPress 7.0 am 20. Mai, oder musst du vorher PHP upgraden? Sind deine Search-Console-Daten vom Impressions-Bug betroffen, oder gibt es echte Ranking-Probleme, die analysiert werden müssen? Falls du Stellenanzeigen auf deiner Website hast: Ist dein Job-Schema korrekt validiert und von Google verarbeitet? Ist deine Datenschutzerklärung auf dem Stand der EDPB-Anforderungen 2026 – oder stammt sie noch aus 2023? Hast du einen dokumentierten Prozess für DSGVO-Auskunftsanträge, falls einer kommt?

Das sind fünf Fragen, die sich in 20 Minuten beantworten lassen. Das Ergebnis ist eine klare Einschätzung: Handlungsbedarf ja oder nein, und falls ja – was ist priorisiert. Kein Verkaufsgespräch, keine vorgefertigte Lösung, sondern eine ehrliche Analyse.

Kostenloser Website-Check & Priorisierungs-Strategie

Du willst wissen, welche der aktuellen Entwicklungen deine Website betreffen – und was zuerst erledigt werden sollte? Ich prüfe bei einem kostenlosen 20-Minuten Check:

  1. PHP-Version & WordPress 7.0 Bereitschaft: Läuft deine Website auf PHP 7.4+ oder musst du upgraden?
  2. Search Console Bug-Analyse: Sind deine Impressions-Rückgänge Bug-bedingt oder echte Ranking-Probleme?
  3. Job-Schema-Validierung: Falls du Stellenanzeigen hast – ist das Markup korrekt?
  4. DSGVO-Transparenz-Check: Datenschutzerklärung aktuell? Cookie-Banner gleichwertige Buttons?
  5. Auskunftsantrags-Prozess: Dokumentiert und einsatzbereit oder erst beim ersten Antrag hektisch aufsetzen?

Kostenlos und unverbindlich. 20 Minuten, die dir zeigen, was priorisiert werden muss.

Für Betriebe in Oldenburg, Ganderkesee, Wardenburg, Hude, Großenkneten und Umgebung.

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Autor: Dennis Schwenker-Sanders, Webentwickler aus Sandkrug bei Oldenburg. Spezialisierung auf WordPress-Wartung, PHP-Upgrades, Google Search Console Analyse und DSGVO-konforme Website-Optimierung für lokale Betriebe in Norddeutschland.

Quellen:

  1. WordPress Core Team (make.wordpress.org, 22.04.2026): WordPress 7.0 Final Release verschoben auf 20. Mai 2026, RC3 am 08.05. (technisch Beta wegen version_compare()), RC4 am 14.05., PHP-Mindestversion steigt auf 7.4
  2. Google Search Console Data Anomalies (support.google.com/webmasters/answer/6211453, 03.04.2026): Impressions-Bug seit 13. Mai 2025 bestätigt, systematisch zu hohe Impressions geloggt, Fix wird über mehrere Wochen ausgerollt, Klicks nicht betroffen, CTR-Berechnungen Mai 2025 - April 2026 systematisch zu niedrig
  3. SEO Südwest (10746, April 2026): Google Search Console Bug für Google for Jobs seit 16.04.2026, keine Klicks und Impressionen für Job-Einträge, Image-Search-Impressionen betroffen, reines Reporting-Problem ohne Ranking-Auswirkung
  4. VG Düsseldorf 21.01.2026 (Az. 29 K 7470/24): Daten dürfen nach DSGVO-Auskunftsantrag nicht vorschnell gelöscht werden, Mindestfrist ein Monat nach Auskunftserteilung
  5. Dr. Datenschutz (März 2026): Top 5 DSGVO-Bußgelder im März 2026, mehrere Hunderttausend-Euro-Strafen
  6. EDPB Coordinated Enforcement Action 2026: 25 EU-Aufsichtsbehörden prüfen systematisch Transparenzpflichten auf Websites (Datenschutzerklärungen, Cookie-Banner, Drittland-Informationen)
  7. CNIL Frankreich vs. SHEIN (März 2026): 150 Mio. € Cookie-Bußgeld, höchste Cookie-Strafe weltweit, fehlerhafte Cookie-Einwilligungen (kein gleichwertiger Ablehnen-Button)


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