Breeze-Cache-Angriff, WordPress 7.0 RC3 und EU-Frist zum BFSG: Was KMU diese Woche prüfen müssen
Die erste Maiwoche 2026 bringt vier Website-Themen auf den Tisch, die lokale Betriebe in Oldenburg und Umgebung nicht ignorieren sollten. Ein kritisches WordPress-Plugin wird aktiv angegriffen, das nächste große WordPress-Update steht kurz vor dem Release, die EU-Kommission setzt Deutschland unter Druck beim Thema Barrierefreiheit, und Google verändert fundamental, wie Nutzer mit Suchergebnissen interagieren. Was auf den ersten Blick wie eine normale Website-News-Woche wirkt, hat es in sich. Jedes dieser Themen kann direkte Auswirkungen auf deine Website haben. Entweder sofort (Sicherheitslücke), in den nächsten zwei Wochen (WordPress 7.0), oder mittelfristig (BFSG-Verschärfung, Google AI Mode). Die Frage ist nicht, ob du dich damit beschäftigen musst, sondern wann.
Das Timing ist kein Zufall. WordPress 7.0 erscheint am 20. Mai nach massiven Verzögerungen. Die EU-Frist für Deutschland zur BFSG-Umsetzung läuft Mitte Mai ab. Und während Entwickler noch über Release-Kandidaten diskutieren, greifen Hacker bereits aktiv ein weit verbreitetes Caching-Plugin an. Für mich als Webentwickler aus der Region Oldenburg bedeutet das konkret: Die nächsten zwei Wochen sind Prüfzeit. Wer jetzt seine Website checkt, kann reagieren bevor Probleme entstehen. Wer wartet, räumt später auf.
Warum diese Woche anders ist
Vier Themen gleichzeitig sind ungewöhnlich, aber nicht das eigentliche Problem. Das Problem ist die Kombination aus akutem Handlungsdruck (Sicherheitslücke wird bereits ausgenutzt) und strategischen Verschiebungen (Google ändert, wie Nutzer Websites besuchen). Was ich bei Website-Checks in der Region häufig sehe: Betriebe reagieren schnell auf offensichtliche Gefahren wie Sicherheitslücken, aber ignorieren schleichende Veränderungen wie Google AI Mode, bis es zu spät ist. Das ist menschlich, aber teuer.
Die Breeze-Cache-Lücke betrifft über 400.000 WordPress-Installationen weltweit. Wordfence hat bereits 3.936 Angriffe in 24 Stunden blockiert. Das ist kein hypothetisches Risiko mehr, das sind reale Exploit-Versuche. Falls du das Cloudways Breeze Cache Plugin nutzt UND die Funktion "Host Files Locally - Gravatars" aktiviert hast, ist deine Website angreifbar. Ohne Authentifizierung. Ohne Nutzerinteraktion. Ein Angreifer kann beliebige Dateien hochladen und im schlimmsten Fall die komplette Kontrolle über deine Website übernehmen.
WordPress 7.0 kommt mit Real-Time Collaboration, dem größten Feature seit dem Block-Editor 2018. Klingt nach Innovation, ist aber auch ein Stabilitätsrisiko. Die Release-Squad hat den Zeitplan so stark umgebaut, dass RC3 wie eine Beta behandelt wird. Das ist in der WordPress-Historie einmalig. RC steht normalerweise für "Release Candidate", also ein finaler Test vor dem Launch. Wenn ein RC3 plötzlich wie eine Beta behandelt wird, bedeutet das: Die Entwickler sind sich unsicher, ob das System stabil genug ist. Für Produktivsysteme heißt das: Finger weg von RC3 und RC4. Teste auf einer Staging-Umgebung, und warte mit dem Update auf echte Nutzerberichte nach dem 20. Mai.
Die BFSG-Geschichte läuft seit 2022 und erreicht jetzt die kritische Phase. Deutschland hat zwei Monate Zeit (ab 11. März), um auf die EU-Stellungnahme zu reagieren. Diese Frist läuft Mitte Mai ab. Falls keine zufriedenstellende Antwort kommt, kann die EU-Kommission den Fall an den Europäischen Gerichtshof übergeben und Strafzahlungen beantragen. Was das für Betriebe bedeutet: Das BFSG wird mit hoher Wahrscheinlichkeit 2026 oder Anfang 2027 nachgeschärft. Die aktuellen Abmahnwellen (mehrere hundert bis über tausend Euro pro Fall) sind erst der Anfang. Wer jetzt seine Website barrierefreier macht, spart später Ärger und Geld.
Was passiert, wenn du nichts tust?
Die Antwort hängt vom Thema ab. Bei Breeze Cache ist die Antwort einfach: Falls du betroffen bist und nicht updatest, steigt das Risiko einer erfolgreichen Attacke täglich. Die 3.936 blockierten Angriffe in 24 Stunden zeigen, dass Hacker die Lücke aktiv scannen und ausnutzen. Ein erfolgreicher Exploit bedeutet: Webshell auf deinem Server, möglicher Datenverlust, mögliche Kundendaten-Kompromittierung. Je nach Branche kommen DSGVO-Meldepflichten dazu.
Bei WordPress 7.0 ist die Antwort komplexer. Wenn du nicht updatest, verpasst du Real-Time Collaboration und andere Features. Aber: Wenn du zu früh updatest, riskierst du Plugin-Inkompatibilitäten und Performance-Probleme. Der WordPress-Core ist massiv gewachsen, die neuen Features brauchen mehr Server-Ressourcen, und nicht jedes Shared-Hosting-Paket wird WordPress 7.0 problemlos ausliefern können. PHP 7.4 ist jetzt Minimum, PHP 8.3 wird empfohlen. Falls dein Hosting noch auf PHP 7.2 oder 7.3 läuft, musst du erst upgraden oder den Hoster wechseln.
Bei BFSG ist die Konsequenz schleichend. Aktuell läuft eine Abmahnwelle mit Forderungen zwischen mehreren hundert und über tausend Euro pro Fall. Die häufigsten Vorwürfe: Fehlende Alt-Texte für Bilder, unzureichender Farbkontrast, mangelhafte Tastatursteuerung. Was viele nicht wissen: Diese Abmahnungen sind erst der Anfang. Wenn die EU-Kommission Deutschland zur Nachbesserung zwingt, werden die Anforderungen schärfer. Die BFSG-Novelle 2026/2027 wird vermutlich strengere Regeln und härtere Durchsetzung bringen. Wer jetzt wartet, zahlt später doppelt: Erst für die Abmahnung, dann für die Nachbesserung.
Google AI Mode verändert das Suchverhalten fundamental, aber die Auswirkung ist subtil. Seit 16. April 2026 öffnet sich eine Website neben der AI-Antwort, nicht mehr als vollständiger Tab. Das klingt nach einer Kleinigkeit, ist aber ein struktureller Wandel. Nutzer klicken auf deine Website, bleiben aber gleichzeitig in der Google-Umgebung. Sie können weiter Fragen stellen, ohne deine Seite zu verlassen. Ahrefs hat im Februar 2026 gemessen: AI Overviews korrelieren mit 58 Prozent Reduktion der Click-Through-Rates für top-rankende Seiten. Das ist fast doppelt so viel wie die 34,5 Prozent, die im April 2025 gemessen wurden. Die Entwicklung geht in eine Richtung: Mehr Sichtbarkeit in AI-Antworten, weniger Traffic auf Websites.
Was sich konkret ändert
Breeze Cache CVE-2026-3844 ist eine Arbitrary File Upload Vulnerability mit CVSS-Score 9.8 von 10. Das ist die kritischste Kategorie. Die Schwachstelle steckt in der Funktion fetch_gravatar_from_remote. Diese Funktion lädt Gravatar-Bilder von Remote-Servern herunter und speichert sie lokal, wenn "Host Files Locally - Gravatars" aktiviert ist. Das Problem: Die Funktion prüft nicht, ob die heruntergeladene Datei tatsächlich ein Bild ist. Ein Angreifer kann einen manipulierten Link einschleusen, der statt eines Bildes eine PHP-Datei lädt. Diese Datei landet dann auf deinem Server und kann Code ausführen.
Cloudways hat das Problem in Version 2.4.5 gepatcht, die Anfang der Woche erschienen ist. Laut WordPress.org gab es etwa 138.000 Downloads der gepatchten Version. Das klingt nach viel, aber Breeze Cache hat über 400.000 aktive Installationen. Das bedeutet: Über 260.000 Websites sind potenziell verwundbar. Nicht alle haben "Host Files Locally - Gravatars" aktiviert (das ist nicht Standard), aber diejenigen, die es haben, sind akut gefährdet. Wordfence Intelligence hat die Schwachstelle dokumentiert, und die Exploit-Versuche sind öffentlich nachvollziehbar.
WordPress 7.0 hat einen neuen Release-Zeitplan nach massiven Verzögerungen. Ursprünglich sollte 7.0 am 9. April 2026 auf der WordCamp Asia in Mumbai erscheinen. Ende März pausierte das Release-Team den Zeitplan komplett wegen Stabilitätsproblemen bei der Real-Time Collaboration Database. Am 22. April kam der neue Plan: RC3 am 8. Mai (wird wie Beta 1 behandelt), RC4 am 14. Mai (wird wie RC1 behandelt), Code-Freeze am 19. Mai, GA-Release am 20. Mai. Die Trunk-Branch für WordPress 7.1 ist komplett gesperrt, bis 7.0 draußen ist.
Was bedeutet "RC3 wird wie Beta behandelt"? Normalerweise ist ein Release Candidate die letzte Testversion vor dem finalen Release. Bugs werden nur noch gefixt, keine Features mehr hinzugefügt. Aber WordPress 7.0 RC3 funktioniert nicht so. Das Release-Team behandelt RC3 als neue Beta-Phase für Entwickler, um den Core-Code zu testen. RC4 wird dann die eigentliche RC1. Diese Umbenennung ist in der WordPress-Historie einmalig. Sie signalisiert: Das Team ist unsicher, ob die Real-Time Collaboration stabil genug ist. Hosting-Provider haben in Tests Probleme gemeldet, und die Core-Committer haben Bedenken geäußert. Das ist kein gutes Zeichen für einen reibungslosen Launch.
Das BFSG-Vertragsverletzungsverfahren läuft seit 2022. Am 11. März 2026 hat die EU-Kommission eine ergänzende, mit Gründen versehene Stellungnahme an Deutschland geschickt (INFR(2022)0295). Das ist die zweite Eskalationsstufe nach dem ersten Aufforderungsschreiben im Juli 2022 und der begründeten Stellungnahme im Juli 2024. Die Kommission sagt: Deutschland hat den European Accessibility Act (Richtlinie EU 2019/882) nicht vollständig in nationales Recht umgesetzt. Trotz Fortschritten (das BFSG ist seit Juni 2025 in Kraft) sieht Brüssel weiterhin erhebliche Lücken.
Deutschland hat ab dem 11. März zwei Monate Zeit zu reagieren. Diese Frist läuft Mitte Mai 2026 ab. Falls keine zufriedenstellende Antwort kommt, kann die EU-Kommission den Fall an den Europäischen Gerichtshof übergeben und Geldbußen beantragen. Parallel dazu läuft die Abmahnwelle weiter. Spezialisierte Kanzleien nutzen das BFSG für geschäftliche Angriffe gegen Konkurrenten. Die typischen Vorwürfe: Fehlende Alt-Texte für Bilder, unzureichender Farbkontrast (Kontrastverhältnis mindestens 4,5:1), mangelhafte Tastatursteuerung, keine Screenreader-Kompatibilität. Die Forderungen liegen oft zwischen mehreren hundert und über tausend Euro. Marktbeobachter Magdeburg rechnet mit über 500 Verfahren allein 2026.
Google AI Mode Side-by-Side Feature ist seit 16. April 2026 live (USA, weitere Märkte folgen). Wenn ein Nutzer im AI Mode auf einen Link klickt, öffnet sich die Website jetzt neben der AI-Antwort als Split-Screen. Die AI-Konversation bleibt sichtbar, der Nutzer kann weiter Fragen stellen während er die Website ansieht. Google nennt das "Tab-Hopping eliminieren". Früher: Nutzer startet Suche, klickt Link, verlässt Google, liest Website, geht zurück zu Google für nächste Frage. Jetzt: Nutzer bleibt in Google, Website öffnet sich daneben, Fragen laufen weiter.
Das hat drei direkte Konsequenzen. Erstens: AI-Mode-Aufrufe werden jetzt im Google Search Console Performance Report eingerechnet. Das bedeutet: Impressions steigen, aber Klicks möglicherweise nicht proportional. CTR-Metriken können dadurch verzerrt werden. Zweitens: Nutzer verbringen mehr Zeit in der Google-Umgebung, weniger Zeit auf deiner Website allein. Das beeinflusst Engagement-Metriken wie Verweildauer und Pages-per-Session. Drittens: Der Kontext verschiebt sich. Nutzer lesen deine Website nicht mehr isoliert, sondern parallel zu einer AI-Konversation. Das verändert, wie sie Informationen aufnehmen und was sie als nächstes tun.
Was du jetzt konkret tun solltest
Die vier Themen brauchen unterschiedliche Reaktionen. Breeze Cache ist sofort-kritisch. WordPress 7.0 ist mittelfristig-wichtig. BFSG ist strategisch-dringend. Google AI Mode ist langfristig-relevant. Fangen wir mit dem Akuten an.
Falls du WordPress nutzt, prüfe ob das Breeze Cache Plugin installiert ist. Das siehst du unter Plugins im WordPress-Backend. Falls ja, prüfe die Version. Alles bis einschließlich 2.4.4 ist verwundbar. Update sofort auf 2.4.5 oder höher. Falls du das Plugin nutzt UND "Host Files Locally - Gravatars" aktiviert hast, ist es besonders dringend. Diese Einstellung findest du unter Breeze > Settings > Advanced Options. Falls du nicht sofort updaten kannst, deaktiviere zumindest "Host Files Locally - Gravatars" temporär. Das schließt die Angriffsfläche, auch wenn die Schwachstelle im Code bleibt.
Nach dem Update solltest du das Upload-Verzeichnis prüfen. Schau in /wp-content/uploads/breeze/gravatars/ nach verdächtigen Dateien. Besonders Dateien mit .php, .phtml oder .phar Endung. Falls du solche Dateien findest, die nicht wie legitime Gravatar-Bilder aussehen, lösche sie sofort und ändere alle Passwörter (WordPress-Admin, FTP, Datenbank). Ein erfolgreicher Exploit bedeutet, dass ein Angreifer Code auf deinem Server ausführen konnte. In dem Fall brauchst du eine vollständige Sicherheitsanalyse.
WordPress 7.0 solltest du NICHT auf Produktivsystemen testen. RC3 und RC4 sind für Staging-Umgebungen und Entwickler gedacht. Falls du eine Staging-Umgebung hast, installiere RC3 ab dem 8. Mai und teste deine wichtigsten Plugins. Besonders Plugins, die eigene JavaScript-Funktionen nutzen oder den Editor erweitern. Real-Time Collaboration ist ein massiver Eingriff in den Editor-Core, und nicht alle Plugins werden sofort kompatibel sein. Warte mit dem produktiven Update bis mindestens eine Woche nach dem 20. Mai Release. Dann haben genug andere Nutzer getestet und kritische Bugs sind bekannt.
PHP-Version prüfen ist jetzt wichtig. WordPress 7.0 braucht mindestens PHP 7.4, empfohlen wird PHP 8.3. Falls dein Hosting noch PHP 7.2 oder 7.3 nutzt, kontaktiere deinen Hoster und frage nach einem Upgrade. Viele Shared-Hosting-Pakete laufen noch auf älteren PHP-Versionen, weil andere Websites auf dem Server nicht kompatibel sind. Falls dein Hoster nicht upgraden kann oder will, ist jetzt der richtige Zeitpunkt für einen Hosting-Wechsel. PHP 7.2 und 7.3 erhalten seit 2022 keine Sicherheitsupdates mehr.
BFSG-Konformität prüfen ist keine schnelle Aufgabe. Die vier Hauptbereiche sind: Alt-Texte für alle Bilder, ausreichender Farbkontrast (4,5:1 für normalen Text, 3:1 für großen Text und UI-Elemente), vollständige Tastaturnavigation ohne Maus, Screenreader-Kompatibilität mit semantischem HTML. Jeder dieser Bereiche hat Dutzende Detail-Anforderungen. Ein häufiger Fehler: Betriebe installieren ein Overlay-Plugin, das vermeintlich automatisch Barrierefreiheit herstellt. Das reicht nicht. Die Bundesfachstelle Barrierefreiheit stellt klar: Overlay-Tools können echte Code-Anpassungen nicht ersetzen.
Was viele nicht wissen: BFSG betrifft nicht nur große Konzerne. Auch KMU mit mehr als 10 Mitarbeitern oder mehr als 2 Millionen Euro Jahresumsatz müssen Produkte und Dienstleistungen barrierefrei anbieten, falls sie unter die Richtlinie fallen. Das schließt E-Commerce, Online-Banking, Personenbeförderung (außer Regionalverkehr) und Telekommunikationsdienste explizit ein. Aber: Auch generell "elektronischer Geschäftsverkehr" ist betroffen. Das ist weit auslegbar. Im Zweifel gilt: Lieber zu viel als zu wenig tun. Die Abmahnkosten sind höher als die Anpassungskosten.
Kostenloser Sicherheits- und Update-Check
Du willst wissen, ob deine Website von diesen vier Themen betroffen ist? Ich prüfe in einem kostenlosen 20-Minuten Check:
- Ist Breeze Cache installiert und verwundbar? Falls ja, wie kritisch ist die Situation?
- Ist deine Website bereit für WordPress 7.0? Plugin-Kompatibilität, PHP-Version, Server-Ressourcen?
- Erfüllt deine Website die BFSG-Mindestanforderungen? Alt-Texte, Kontrast, Tastaturnavigation, Screenreader?
- Ist deine Website für Google AI Mode optimiert? Strukturierte Inhalte, FAQ-Bereiche, klare Antworten?
Kostenlos und unverbindlich. 20 Minuten, die Klarheit schaffen.
Für Betriebe in Oldenburg, Ganderkesee, Wardenburg, Hude, Großenkneten und Umgebung.
→ Kontaktformular auf level-nord.de
Realistische Erwartungen: Was machbar ist, was nicht
Vier Baustellen gleichzeitig sind viel, aber nicht alle sind gleich dringend. Breeze Cache ist ein Sofort-Update (falls betroffen). WordPress 7.0 ist ein "Warte und beobachte"-Thema. BFSG ist ein strategisches Projekt über mehrere Wochen. Google AI Mode ist ein langfristiger Trend, der kontinuierliche Anpassungen braucht. Die Kunst liegt darin, die Prioritäten richtig zu setzen.
Was schnell geht: Breeze Cache Update (10 Minuten), Upload-Verzeichnis prüfen (15 Minuten), PHP-Version checken (5 Minuten). Was länger dauert: Plugin-Kompatibilitätstests für WordPress 7.0 (mehrere Stunden), BFSG-Basisprüfung (ein Tag), vollständige BFSG-Umsetzung (mehrere Wochen). Was kontinuierlich läuft: Content-Optimierung für Google AI Mode (permanenter Prozess). Ein häufiger Fehler: Betriebe wollen alles sofort perfekt machen. Das führt zu Lähmung. Besser: Akutes sofort, Wichtiges zeitnah, Strategisches geplant.
Die Abmahnwellen beim BFSG zeigen, warum "schnell mal selbst machen" riskant ist. Viele Betriebe installieren ein Overlay-Plugin, weil es einfach klingt. Aber: Overlay-Tools lösen nur oberflächliche Probleme. Sie können Alt-Texte nicht nachträglich hinzufügen, Kontraste nicht im Quellcode korrigieren, und semantisches HTML nicht reparieren. Die Bundesfachstelle Barrierefreiheit warnt explizit vor Overlay-Tools als alleinige Lösung. Falls eine Abmahnung kommt und das Gericht feststellt, dass nur ein Overlay-Tool genutzt wurde ohne echte Code-Anpassungen, wird die Abmahnung bestätigt. Dann zahlst du doppelt: Abmahnkosten plus echte Umsetzung.
WordPress 7.0 bringt Server-Anforderungen mit sich, die viele Shared-Hosting-Pakete nicht erfüllen. Real-Time Collaboration braucht WebSocket-Support oder häufiges HTTP-Polling. Das bedeutet mehr Server-Last. Für kleine Websites auf günstigem Shared Hosting kann das zum Problem werden. Falls deine Website nach dem Update langsamer wird oder Timeouts produziert, liegt es vermutlich an den Server-Ressourcen, nicht an WordPress selbst. Upgrade auf ein besseres Hosting-Paket oder wechsle zu einem Managed-WordPress-Hoster, der WordPress 7.0 explizit unterstützt.
Die gute Nachricht: Die meisten Konkurrenten in der Region tun noch nichts. Das BFSG ist seit Juni 2025 in Kraft, aber die Umsetzungsquote ist niedrig. Viele Betriebe warten ab oder hoffen, dass sie nicht erwischt werden. Wer jetzt handelt, hat einen Vorsprung. Beim Google AI Mode gilt das gleiche: Die wenigsten lokalen Websites sind für AI-gestützte Suche optimiert. Wer jetzt FAQ-Bereiche aufbaut, klare Antwortstrukturen schafft und Schema-Markup implementiert, wird in AI-Antworten zitiert während andere ignoriert werden.
Die nächsten Schritte: Prüfen, Priorisieren, Handeln
Du hast jetzt einen Überblick über vier aktuelle Website-Themen, die lokale Betriebe betreffen. Die entscheidende Frage ist: Wo steht DEINE Website? Welche dieser Themen sind für dich relevant, und was musst du zuerst tun?
Ein kostenloser Sicherheits- und Update-Check schafft Klarheit. Ich prüfe in 20 Minuten: Ist Breeze Cache installiert und aktuell? Läuft deine WordPress-Installation auf einer PHP-Version, die mit 7.0 kompatibel ist? Erfüllt deine Website die BFSG-Basisanforderungen oder drohen Abmahnungen? Ist dein Content für Google AI Mode strukturiert oder verlierst du bereits Sichtbarkeit?
Das sind vier Fragen mit konkreten Antworten. Keine vagen Einschätzungen, sondern messbare Fakten. Nach dem Check weißt du: Was ist akut, was ist wichtig, was kann warten. Und vor allem: Was musst du NICHT tun, weil es deine Website nicht betrifft. Das spart Zeit und Geld. Die Wahrheit ist: Nicht jede Website ist von allen vier Themen betroffen. Aber du erfährst es nur, wenn du checkst.
Kostenloser Website-Check: Sicherheit, Updates, Barrierefreiheit und AI-Readiness
Du willst wissen, welche der vier Themen deine Website konkret betreffen? Ich prüfe bei einem kostenlosen 20-Minuten Check:
- Breeze Cache: Installiert, verwundbar, akuter Handlungsbedarf?
- WordPress 7.0: PHP-Version kompatibel, Plugins bereit, Server-Ressourcen ausreichend?
- BFSG: Alt-Texte vorhanden, Kontrast ausreichend, Tastatur-Navigation funktioniert?
- Google AI Mode: Content strukturiert, FAQ vorhanden, Schema-Markup implementiert?
Kostenlos und unverbindlich. 20 Minuten, die Klarheit schaffen und Prioritäten setzen.
Für Betriebe in Oldenburg, Ganderkesee, Wardenburg, Hude, Großenkneten und Umgebung.
→ Kontaktformular auf level-nord.de
Autor: Dennis Schwenker-Sanders, Webentwickler aus Sandkrug bei Oldenburg. Spezialisierung auf WordPress-Sicherheit, BFSG-Konformität und Optimierung für KI-gestützte Suche bei lokalen Betrieben in Norddeutschland.
Quellen:
- BleepingComputer (April 2026): Hackers exploit file upload bug in Breeze Cache WordPress plugin (CVE-2026-3844, CVSS 9.8, 400.000+ Installationen, 170+ Exploit-Versuche, Version 2.4.5 patched)
- Wordfence Intelligence: 3.936 blockierte Angriffe in 24 Stunden auf Breeze Cache CVE-2026-3844
- make.wordpress.org/core (22. April 2026): WordPress 7.0 Release Party Updated Schedule (RC3 am 8. Mai, RC4 am 14. Mai, GA-Release 20. Mai 2026, PHP 7.4 Minimum, PHP 8.3 empfohlen)
- 365i.co.uk: WordPress 7.0 Release Date Features Guide (RC3 wird wie Beta behandelt, RC4 wie RC1, Real-Time Collaboration Headline-Feature)
- bfsg-gesetz.de: BFSG (Barrierefreiheitsstärkungsgesetz), EU-Kommission Stellungnahme 11. März 2026 (INFR(2022)0295), Frist läuft Mitte Mai 2026 ab, EuGH-Anrufung bei ausbleibender Reaktion möglich
- Finanztrends (März 2026): Barrierefreiheitsstärkungsgesetz: EU setzt Deutschland unter Druck (Abmahnungen mehrere hundert bis über tausend Euro, BFSG-Novelle 2026/2027 erwartet)
- TechCrunch (16. April 2026): Google now lets you explore the web side-by-side with AI Mode (Side-by-Side-Feature, Split-Screen, Plus-Menu für Tabs/PDFs/Bilder)
- Ahrefs (Februar 2026): AI Overviews korrelieren mit 58 Prozent Reduktion der Click-Through-Rates für top-ranking pages
- Index Exchange (April 2026): 69 Prozent Publisher ad opportunity Rückgang 2025, durchschnittlich 14 Prozent Decline