Dein Gast googelt dich, bevor er bei dir reserviert.
Er sitzt auf dem Sofa, hat Hunger und tippt "Restaurant Oldenburg Abend" ins Handy. Was er findet, entscheidet, ob er anruft oder weitertippt. Nicht was du kochst. Nicht wie dein Lokal aussieht. Sondern was online über dich zu sehen ist.
Laut aktuellen Marktdaten beginnen über 80 Prozent aller Restaurantbesuche mit einer Google-Suche. 97 Prozent der Verbraucher prüfen die Online-Präsenz eines Lokals, bevor sie es besuchen. Und 30 Prozent der Deutschen nennen Online-Bewertungen als wichtigstes Kriterium bei der Wahl eines Restaurants, so eine Bitkom-Studie 2024.
Der erste Eindruck entsteht nicht mehr an deiner Tür. Er entsteht auf deiner Website, oder auf der fehlenden.
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Was Gäste auf deiner Website suchen und was sie wegschickt
Gäste kommen nicht auf deine Website, um sich zu unterhalten. Sie suchen konkrete Antworten auf konkrete Fragen. Wer das versteht, hat einen klaren Vorteil.
Die Speisekarte. Das ist die meistgesuchte Information auf Restaurant-Websites. Wer keine aktuelle Speisekarte findet, schaut beim nächsten Lokal. Kein Wenn, kein Aber.
Öffnungszeiten. Stimmen die Zeiten auf deiner Website nicht mit denen bei Google überein, entsteht sofort Misstrauen. Wenn jemand extra nachfährt und dann vor verschlossener Tür steht, kommt er nicht wieder.
Reservierung. Gäste wollen reservieren, wenn sie es wollen. Das ist oft abends nach 22 Uhr, wenn du längst Feierabend hast. Wer keine unkomplizierte Reservierungsoption findet, reserviert woanders.
Adresse und Anfahrt. Eine klickbare Adresse, die direkt in Google Maps öffnet, ist kein Nice-to-have. Sie ist der letzte Schritt vor dem echten Besuch.
Fotos. Appetitliche Bilder vom Essen, ein ehrlicher Eindruck vom Ambiente. Wer nichts sieht, weiß nicht, was ihn erwartet. Unsicherheit führt selten zur Reservierung.
Die fünf häufigsten Fehler auf Gastronomie-Websites
Ich schaue mir regelmäßig Websites von Restaurants und Cafés im Raum Oldenburg an. Dabei sehe ich immer wieder dieselben Probleme.
Speisekarte nur als PDF. Das klingt erstmal praktisch: einmal aus der Druckdatei hochgeladen, fertig. Das Problem ist dreifach. Auf dem Smartphone ist eine PDF-Karte kaum lesbar, man muss zoomen, scrollen, pinchen. Google kann den Text in einer PDF nicht lesen und damit auch nicht für Suchanfragen wie "Pizza Oldenburg" oder "veganes Café Landkreis Oldenburg" auswerten. Und wenn sich etwas an der Karte ändert, entsteht schnell eine veraltete Datei. Eine HTML-Speisekarte löst alle drei Probleme. Dazu gleich mehr.
Keine mobil-optimierte Seite. Über 60 Prozent der Besucher kommen vom Smartphone. Wer eine Seite hat, die auf dem Handy schlecht aussieht, langsam lädt oder nicht klickbare Elemente zeigt, verliert diese Gäste in Sekunden.
Veraltete Öffnungszeiten. Das ist der klassische Vertrauenskiller. Feiertage, Betriebsferien, geänderte Abendzeiten: Wenn die Website nicht aktuell ist, entsteht Ärger. Im schlimmsten Fall beim Gast, der umsonst gefahren ist.
Kein Google-My-Business-Profil oder ein gepflegtes. Das Google-Unternehmensprofil erscheint direkt in der Suche und in Google Maps. Es ist oft der erste Kontaktpunkt, noch vor der eigenen Website. Wer dort keine aktuellen Daten, keine Fotos und keine Öffnungszeiten hinterlegt hat, verschenkt Sichtbarkeit.
Facebook statt eigener Website. Das ist ein eigenes Thema und es lohnt sich, es ehrlich anzuschauen.
Warum Facebook allein nicht reicht
Viele Gastronomen sagen: "Ich habe Facebook, das reicht." Ich verstehe das. Eine Facebook-Seite ist schnell eingerichtet, kostet nichts und man kann Fotos posten. Aber es gibt drei Probleme, die sich auf Dauer nicht ignorieren lassen.
Der Algorithmus entscheidet, wer deine Posts sieht. Nicht du. Nicht deine Gäste. Facebook bestimmt die Reichweite. Ein Post, der heute gut läuft, kann morgen fast niemanden erreichen. Du hast keine Kontrolle darüber.
Du hast keine Kontrolle über die Darstellung. Facebook ändert regelmäßig Layout, Features und Funktionen. Was heute gut aussieht, kann nach einem Update komplett anders wirken. Auf deiner eigenen Website entscheidest du, was deine Gäste sehen und wie.
Die Impressumspflicht gilt auch für Facebook-Seiten. Das wird häufig vergessen. Wer ein Gewerbe betreibt und eine Facebook-Seite hat, braucht ein vollständiges Impressum. Das ist keine Kleinigkeit.
Facebook und Instagram sind sinnvolle Ergänzungen. Als Ersatz für eine eigene Website funktionieren sie nicht. Eine eigene Website gehört dir. Kein Algorithmus nimmt sie dir weg.
Speisekarte als HTML: Warum das ein echter Unterschied ist
Statt einer PDF-Datei: eine Speisekarte, die direkt als Text auf der Website steht. Was klingt nach mehr Aufwand, bringt in der Praxis drei konkrete Vorteile.
Google kann sie lesen. Wenn "Pasta al Forno" oder "Flammkuchen mit Speck" als Text auf deiner Seite stehen, kann Google diese Begriffe indexieren. Wer in Oldenburg nach einem bestimmten Gericht sucht, findet dich. Mit einer PDF-Datei bleibt das Potenzial komplett ungenutzt.
Auf dem Handy lesbar ohne zoomen. Eine HTML-Speisekarte passt sich dem Bildschirm an. Kein Pinchen, kein Zoomen, kein horizontales Scrollen. Sie ist einfach lesbar, auf jedem Gerät.
Aktualisierbar ohne neue Datei. Preis geändert, Gericht gestrichen, neue Saisonkarte? In einem guten CMS ist das eine Sache von Minuten. Keine neue PDF erstellen, kein neues Hochladen, kein Risiko veralteter Dateien.
Reservierung und Kontakt: So einfach muss es sein
Jede Hürde bei der Reservierung kostet dich einen Gast. Das klingt drastisch, ist aber messbar.
Telefonnummer prominent, klickbar. Auf dem Handy sollte ein Tipp auf die Nummer direkt den Anruf starten. Kein Abtippen, kein Suchen. Die Nummer gehört auf die Startseite, sichtbar ohne scrollen.
WhatsApp als Kontaktoption. Viele Gäste, besonders jüngere, reservieren lieber per Nachricht als per Anruf. Ein klickbarer WhatsApp-Button auf der Website senkt die Hemmschwelle erheblich.
Online-Reservierung, wenn machbar. Ein einfaches Kontaktformular reicht für die meisten Lokale. Wer häufig ausgebucht ist oder mit größeren Gruppen und Events arbeitet, profitiert von einem echten Reservierungssystem. Das muss nicht teuer sein und nicht kompliziert.
Das Ziel ist immer dasselbe: Der Gast, der reservieren möchte, soll das in unter 30 Sekunden tun können. Wer länger suchen muss, sucht woanders.
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